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Cowboys & Indianer

Cowboys und Indianer

In den US-Bundesstaaten der Rocky Mountains ist der ‚Westen‘ noch lebendig und die hiesige Geschichte wird ausgiebig gefeiert. Hier sind harte und packende Rodeos zu sehen, aber auch indianische Feste und Festspiele, wo mit traditionellen Tänzen, Trommelwirbel und Trachten alte Riten gefeiert werden.

Auf den Spuren der Cowboys

Rodeos sind nicht nur ein Kulturgut des Alten Westens, sondern auch eine beliebte Sportart. Der klassische Kampf zwischen Cowboy und Tier ist während der Rodeosaison regelmäßig in verschiedenen Städten zu bestaunen. Allerdings kann man echte Cowboys nicht nur bei den Rodeos bewundern. Die Rocky Mountains beheimaten noch immer die wahren Cowboys. Jenen Besuchern, die das wahre Leben der Cowboys kennenlernen möchten, bieten einige Arbeitsranches die Möglichkeit für einige Tage oder Wochen ein “echter Cowboy” zu sein. Viele der populären Ausgangspunkte für Ausflüge in Montana sind die Arbeitsranches, wo die Gäste Teil der Crew werden und das Leben auf dem Land kennen lernen. Diese Ranchferien bieten eine Reihe an Aktivitäten, von Reiten und Square Dance bis hin zur Fossiliensuche, dem Fliegenfischen, Wandern und Mountain Biken. Wer kein Interesse an dieser harten Arbeit hat, kann Unterkünfte auf Gästeranches buchen, die von “rustikal” bis zu 5 Sterne Resorts reichen.

Die Besucher erforschen die Region von South Dakota vom Sattel aus mit Ausritten auf den Trails und Touren auf dem Pferdrücken. Diese Ausflüge können eine Stunde oder mehrere Tage dauern und viele werden von erfahrenen Cowboys geführt. Bei einem “Chuckwagon Supper”, dem Abendessen im Küchenwagen, kommen die Besucher auf den echten Geschmack des alten Westens. Diese herzhafte Mahlzeit, die traditionell vom hinteren Ende eine Wagons aus serviert wird, setzt sich zusammen aus Backpulver-Biskuits, auf dem offenen Feuer gegrilltem Fleisch, Baked Potatoes, gebackenen Bohnen und Cowboy-Kaffee. Viele dieser Abendessen enden mit einer Western Music-Show.

Rodeos

Rodeos gehören bei vielen US-Bundesstaten zum Nationalsport und stehen für das Erbe des alten Westens.

Der alte Westen beginnt in South Dakota, wo Rinder und Cowboys noch immer das weite Land bevölkern. Custer State Park Buffalo Roundup bietet einen unvergesslichen Nervenkitzel. Die Besucher können dort Cowboys auf Pferden und Ranger in Pickups beobachten, die eine Herde von 1.500 Bisons zusammentreiben. Cowboys und Cowgirls treten in wagemutigen Vorführungen, wie Bullenreiten, “Calf Roping” (Kälberfangen), Barrel Riding (Fassreiten) und Steer-Wrestling (Ringen mit dem Bullen) gegeneinander an. Über den gesamten Staat verteilt finden Rodeos an vielen Orten statt.

Während des Annual Cody Stampede im Juli zieht es viele der besten professionellen Cowboys nach Wyoming. Neben dem Nacht-Rodeo in Cody finden wöchentlich Veranstaltungen in Jackson, Sheridan und Pine Bluffs statt. Zur professionellen Rodeo-Saison zählen die wichtigen Veranstaltungen in Lander, Kaycee, Cody, Laramie, Sheridan, Douglas, Casper, Evanston sowie das größte Outdoor-Rodeo der Welt - Cheyenne Frontier Days. “Daddy of ‘Em All” in Cheyenne und Deke Latham Memorial PRCA Rodeo in Kaycee sind beliebte Cowboy- Rodeos.

In Montana sind packende Rodeos zu sehen, z.B. das Wolf Point’s Wild Horse Stampede und das Miles City Bucking Horse Sale.

Idaho Rodeos reichen von nationalen Ereignissen wie das alljährliche Dodge National Circuit Finals in Pocatello zu zahlreichen lokalen Ereignissen während der Sommermonate.

Auf den Spuren der Indianer

Einst besiedelten oder durchwanderten Indianerstämme die hiesigen Gebiete. Indianerstämme der Cheyenne, Shoshone, Kootenai, Nez Perce, Coeur d’Alene und viele mehr gehören zu den amerikanischen Ureinwohnern der nordwestlichen USA.

In den Indianerreservaten, Museen oder bei Denkmälern und indianischen Festspielen können Sie mehr über die Kunst, Geschichte und Kultur der hiesigen Indianerstämme erfahren.

Powwows - Schließen Sie sich dem Tanz an

Kein anderes Ereignis erfasst den indianischen Geist wie ein Powwow oder „Wacipi“. Tänzer in einer farbenprächtigen Tracht bewegen sich anmutig im Kreis, ein stetiger Trommelschlag lenkt ihre Bewegungen. Die Tradition wird von einer Generation zur nächsten weitergegeben.

Die meisten kulturellen und religiösen Zeremonien bedürfen einer speziellen Erlaubnis für Besucher oder verbieten eine Teilnahme von Außenstehenden komplett.  Powwows sind soziale Zusammenkünfte mit generationsüberlieferten Trommelschlag und Tänzen, traditioneller Kleidung und Essen. Besucher sind bei den Powwows willkommen.

Heutige Powwows veranstalten oft Tanzwettbewerbe in Kategorien wie Traditioneller Tanz, Grastanz, Glöckchenkleidtanz, Fancy-Federtanz oder Shawl-Tanz. Jeder Tanzstil hat ein eigenes Lied und eigene Tanzschritte, die Teilnehmer tragen auch unterschiedliche Trachten dem jeweiligen Tanz entsprechend.

Traditionelle Tänzer tragen ein großes Federrad (Bustle) auf dem Rücken und haben meist ein Haarschmuck (Roach) aus Tierfedern oder -haaren. Zudem können Sie Utensilien wie Federfächer, Schilder oder Tanzstäbe benutzen. Der traditionelle Tanz hat seinen Ursprung in alten Kriegstänzen: Der Tänzer schleicht sich an seine Beute heran oder sucht auf dem Boden nach Tierspuren. Grasstänzer tragen hingegen kaum Federn, dafür ist ihre Tracht meist mit Wollfransen oder Satinbändern behaftet. Eine Roach, ein Fächer sowie ein kleiner Reifen, der einen Traumfänger oder ein Medizinrad symbolisiert, gehören oft zur Ausstattung. Die Wollfransen sollen beim Tanzen wie vom Wind bewegtes Präriegras aussehen. Vielleicht rührt der Name aber auch daher, dass die Grasstänzer einen neuen Ort als Lager einweihten oder für eine Zeremonie herrichteten.

Es gibt noch viele andere Tanzstile, die auf ihre Weise einzigartig sind. Powwows bieten eine einmalige Gelegenheit für Außenstehende mehr über die indianische Kultur zu lernen und sind meist für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie können einige Stunden dauern, aber sich auch auf mehrere Tage erstrecken. Hier findet der Besucher zudem regelmäßig Vorführungen, Rodeos und Kulturausstellungen. Außerdem kann das ethische Essen ausprobiert werden wie z.B. die beliebten indianischen Tacos, frittiertes Brot oder den Fruchtpudding „Wojapi“.


Powwow Etikette/ Umgangsformen

  • Als Powwow Besucher möchten Sie gewiss den außergewöhnlichen Sitten, die Sie mitverfolgen, respektvoll gegenübertreten. Im Folgenden finden Sie einige Tipps:
  • Im Allgemeinen sind Fotografien und Videoaufnahmen erlaubt, aber informieren Sie sich bitte noch einmal vor dem Powwow-Besuch.
  • Fragen Sie nach Erlaubnis, bevor Sie jemanden außerhalb des Tanzzirkels fotografieren.
  • Stehen Sie am „Grand Entry“ um den Tänzern den entsprechenden Respekt zu erweisen. Bleiben Sie für die Great Sioux Nation Nationalhymne stehen.
  • Die Tanzfläche ist heilig; betreten Sie diese nicht außer Sie werden dazu eingeladen. (Es gib oft Tänze „zwischen den Stämmen“ bei welchen der Zeremonienmeister Zuschauer zum Mittanzen einlädt.)
  • Viele Powwows bieten keine Sitzmöglichkeiten an. Bringen Sie also einen Gartenstuhl oder eine Decke und machen Sie es sich bequem!

Powwow Termine

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an größeren Powwows, die alljährlich im ganzen Staat veranstaltet werden. Informieren Sie sich genau über die Zeit und den Veranstaltungsort im Voraus.

Agency Village, nahe Sisseton
Feiertage um 4. Juli

McLaughlin
Feiertage um 4. Juli

Flandreau
Drittes Wochenende im Juli

Lake Andes
Erstes Augustwochenende

Lower Brule
Zweites Augustwochenende

Rosebud
Viertes Augustwochende

Eagle Butte
Labor Day Wochende

Rushmore Plaza Civic Center, Rapid City
Zweites Oktoberwochenende

Sioux Falls Coliseum
Zweites Oktoberwochenende

 

Scheidswaldstr. 73
D-60385 Frankfurt am Main