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Glacier Nationalpark

Top Destination von Montana

Im Hochgebirge der Rocky Mountains gelegen erstreckt sich der Glacier National Park auf eine riesige Fläche von unberührter Natur und eine der schönsten Gebirgslandschaften im Westen der USA. Der Glacier National Park wurde zum Schutz der spektakulären Landschaft sowie der artenreichen Pflanzen- und Tierwelt errichtet. Eine Kombination aus spektakulären Schauplätzen, der vielseitigen Flora und Fauna, sowie die Abgeschiedenheit von großen Bevölkerungsansiedlungen machen den Park zu einem der größten und intaktesten Ökosysteme von Nordamerika. Der Glacier National Park bildet zusammen mit dem Waterton Lakes National Park in Kanada seit 1932 den ersten Internationalen Friedenspark.

Zu den beliebtesten Attraktionen gehört eine Fahrt auf der "Going-to-the-Sun-Road". Es ist eine unvergessliche Fahrt für jeden neugierigen Besucher. Die ca. 80 km lange Straße führt die Fahrer entlang der Seeküsten an den Klippen beim Logan Pass vorbei. Weitere Attraktionen sind Bootsfahrten auf den Gletscherseen Lake McDonald und St. Mary Lake, sowie das Wanderrevier Many Glacier Valleys.

Auf zahlreichen Wanderungen lassen sich die Flora und Fauna des Parks entdecken - am Logan Pass, der höchsten Stelle des Gebiets, bietet sich eine Panoramawanderung zum Hidden Lake an. Bei der Wanderung zum Avalanche Lake entlang des Weges Cedar-Trail erwarten Sie uralten Zedernbäume, rauschende Bäche, mit Moos bewachsene Steinriesen und natürlich eine atemberaubendes Berg-Panorama.

Lage

Das nordwestliche Montana ist die Heimat des Glacier National Parks. Der Nationalpark grenzt im Norden an die Kanadischen Grenze und Osten an das Blackfeet Indianer Reservat. Er erstreckt sich auf das östliche Gebirgsrandgebiet der Rocky Mountains und umfasst eine Fläche von ca. 4.100km².


Sehenswertes


Geschichte

Als die ersten europäischen Entdecker hier ankamen, war die östliche Prärieregion von den Blackfeet Indianern kontrolliert, die westlichen Täler waren das Jagd- und Wohngebiet der Salish und Kootenai Indianer. In 1806 erkundete die Lewis und Clark Expedition große Flächen des heutigen Naturparks. Als die Migration westwärts stetig zunahm, wurden die Indianerstämme auf naheliegende Reservate umgesiedelt. Mit der Fertigstellung der Great Northern Railway kamen mehr Menschen in das hiesige Gebiet. Farmer siedelten sich in den Tälern westlich vom Maria Pass an und bald entstanden die ersten kleinen Städte. Die Berge östlich der Kontinentalen Wasserteilung wurden von Bergleuten nach Gold und Kupfer durchsucht, jedoch wurden keine größeren Funde gemacht. An einigen Stellen findet man auch heute noch Bergbauschächte.

Mit der Zeit begannen die Menschen die hiesige Landschaft mit anderen Augen zu sehen. Anstatt das Gebiet als Quelle von Bodenschätzen oder als Besiedelungsfläche zu betrachten, erkannten sie vielmehr den Wert der spektakulären Schönheit der Natur.

George Bird Grinnell gehörte zu den ersten Menschen, die eine Etablierung des Nationalparks vorantrieben. Das Gebiet wurde 1900 zum Forest Preserve erklärt, jedoch waren der Bergbau und der Bau von Heimstätten weiterhin erlaubt. 1910 wurde die Region zum zusätzlichen Schutz von Präsident Taft zum National Park ernannt.

In der Vergangenheit mussten die Besucher mit dem Zug zum Park kommen und zu Pferd durch die Wildnis reisen. In den von der Great Northern Railway eingerichteten Berghütten konnten diese dann einen Stopp einlegen. Mit der Zeit war die Nachfrage nach einer befestigten Straße quer durch die Berge gewachsen und dies führte zum Bau der Going-to-the-Sun Road. Nach 11 Jahren Arbeit wurde die Straße 1932 fertig gestellt. In 1932 wurde der Glacier National Park und der angrenzende kanadische Waterton Lakes National Park zum ersten Friedenspark der Welt ernannt.


Wissenswertes:

  • Glacier National Park ist der viertgrößte Nationalpark der USA
  • Der nächste Flughafen befindet sich in der Stadt Kalispell

Der Nationalpark beherbergt:


  • Scharfkantige Berge geprägt durch Eiszeitvergletscherungen
  • Wasserfälle
  • 200 Seen oder Ströme zu den Gletschern
  • 50 Gletscher
  • 70 Säugetierarten
  • 260 Vogelarten
  • 1,126 km² an Wanderwegen


Angebotene Aktivitäten

  • Vogelbeobachtung
  • Wandern
  • Geschichte
  • Naturschutz Gebiete
  • Sehenswürdigkeiten
  • Radfahren
  • Wildtierbeobachtung
  • Bootrundfahrten vom Juni bis Ende September
  • Campingplätze um St. Mary und Apgar
  • Angeln und Fliegenfischen
  • Touren mit Booten oder Bussen


Going-to-the-Sun Road

Wenn es ein besonders kennzeichnendes Merkmal im Park gibt, dann ist es wohl das Konstruktionsmeisterwerk, bekannt als die Going-to-the-Sun Road. Diese spektakuläre ca. 80 km lange Schnellstraße führt die Auto- sowie Radfahrer zum Weltrand, wo sich die Kontinentale Wasserteilung und der Logan Pass treffen.

Sie wurde 1932 fertig gestellt und teilt den Park in Ost und West. Die Straße umspannt die Weite der Gletscher und durchkreuzt die Kontinentale Wasserteilung an dem ca. 2000 Meter hohen Logan Pass. Sie führt durch fast alle Geländearten, von großen Gletscherseen und Zederwäldern in den tieferen Tälern zu der windgepeitschten alpinen Tundra auf dem Pass. Zahlreiche malerische Aussichtspunkte und Anhalteflächen säumen die Schnellstraße, so dass die Fahrer anhalten können um die Landschaft ausreichend zu genießen. Die Fahrt auf der Going-to-the-Sun Road lohnt sich in beide Richtungen, denn die Aussicht von der einen Seite der Straße kann sich sehr von der anderen unterscheiden. 1983 wurde die Going-to-the-Sun Road in das National Register of Historic Places aufgenommen und wurde 1985 zum National Historic Civil Engineering Landmark ernannt.


St. Mary Lake

St. Mary Lake liegt an der Ostseite des Glacier Nationalparks entlang The Going-to-the-Sun Road. Der See ist 16 km lang aber nicht so breit wie der McDonald Lake. Sie werden sicherlich am Ende des Sees einen Stopp einlegen um die Aussicht auf die 30 Meter hohen Virginia Wasserfälle über dem Tal zu erleben. An der Viginia Falls Ausweichbucht oder dem Sun Point kann man einige kurze Wanderungen unternehmen. Eine der Wanderungen führt zu der Sunrift Gorge, wo ein steiler, befestigter Weg Sie zu einem Aussichtspunkt auf Baring Creek bringt. Der zweite Pfad führt zu dem abschließenden Teil von St. Mary Lake zu den Wasserfällen St. Mary und Virginia Falls.

Das nördliche Gebiet entlang des Sees ist reich an wilden Tieren. Hier ist es möglich Maultierhirsche, Stinktiere, Erdeichhörnchen und Dachse in freier Wildbahn zu erleben. Auch Elche kann man hier sichten. In der herbstlichen Abenddämmerung kann man sogar einen Blick auf einen Elchkampf erhaschen.


Lake McDonald

Lake McDonald ist der größte See im Glacier National Park: ca. 16 km lang und über 140m tief. Lake McDonald ist ein klassisches Gletschermerkmal, da er das Becken füllt, welches durch die Eiszeitgletscher ausgemeißelt wurde. Dieser lange fjordartige See ist im Norden, Süden und Osten von Gebirgszügen umgeben. Die Berge bilden eine spektakuläre Kulisse für den See. Rotzedern und Schierlinge im Tal des Sees McDondald sind in großer Vielfalt vorhanden. Eine Beobachtung der Tierwelt kann spektakulär ausfallen. Es ist möglich Dickhornschafe, Bergziegen, Elche, Schwarzbären sowie Weißschwanz- und Maultierhirsche in freier Natur zu sichten.


Iceberg Lake Trail

Die Wanderung entlang des Pfades Iceberg Lake Trail beginnt mit einem kurzen Abschnitt, der Sie zum Hauptweg führt. Danach führt der Pfad die Wanderer in den Nordwesten, passiert den Altyn Peak sowie Mount Wilbur und bringt Sie zum Tal im Südwesten. Er führt Sie zu einem beliebten Rastplatz, den Ptarmigan Falls. Nachdem man die Wasserfälle passiert hat, erreicht man den Übergang zum Ptarimigan Tunnel Trail und geht dann die Ptarmigan Wall entlang. Der Pfad endet schließlich an dem Gletschersee, auch Iceberg Lake genannt.

Länge: Ca. 3 km

Starpunkt: Ptarmigan Trail

Endpunkt: Iceberg Lake


Highline Trail

Erleben sie die spektakuläre Schönheit des Glacier Hochlandes auf dieser klassischen Wanderung, die parallel zu der beliebten Garden Wall verläuft. Der Pfad steigt stetig 60 m hoch über eine Strecke von 12 km an und führt zur Berghütte Granite Park Chalet. Danach folgt ein langer steiler Abstieg von etwa 6 km Länge zum Loop.

Länge: Etwa 18 km

Startpunkt: Logan Pass

Endpunkt: Loop an der Going-to-the-Sun Highway

 

Scheidswaldstr. 73
D-60385 Frankfurt am Main